Gewebe
Sonnenschutztextilien
Bei Sonnenschutztextilien dominiert heute noch das klassische Gewebe aus Acryl, zu 90 Prozent unbeschichtet und zu 10 Prozent beschichtet. Für spezielle Anwendungen, wie bei Beschattungen, gibt es Variationen, die Sonnenschutz bei gleichzeitiger Transparenz bieten und somit den Blick nach außen bei gleichzeitigem Schutz vor der Sonne gewährleisten. Diese Materialien sind meist regen- und wetterfest und schmutzabweisend. Die Schwerentflammbarkeitsnorm DIN 4102 B1 wird von fast allen Herstellern erfüllt. Wo es auf effektiven Sonnenschutz ankommt, wie zum Beispiel bei Wintergärten, werden häufig aluminiumbedampfte Gewebe angewendet. Die reflektierende Aluminiumbedampfung auf der Außenseite des Sonnenschutzes sorgt mit ihren hohen Reflexionswerten für ein angenehmes Raumklima im Sommer und im Winter für eine zusätzliche Wärmeregulierung. Diese Gewebe können also die Energieeffizienz eines Gebäudes steigern. Zusätzlich gibt es noch Materialien, die für eine komplette Abdunkelung eines Raumes sorgen können und keinen einzigen Lichtstrahl mehr in das Zimmer hineinlassen. Je nach Bedarf können Sie das richtige Gewebe auswählen.
Automatisierung von Sonnenschutzsystemen
Für optimalen Komfort sorgen automatische Steuerungssysteme für Sonnenschutzsysteme: Man kann zwischen einer einfachen Bedienung per Knopfdruck wählen oder sich direkt Sonnenwächter und Windwächter installieren lassen. Diese sogenannten Sonnen- und Windwächter sind der maximale Komfort auf dem Gebiet der Automatisation von Sonnenschutzsystemen. Sie fahren die Anlage bei aufkommenden Wind ein, damit sie nicht beschädigt wird und sie fahren sie voll automatisch aus, wenn Sonne auftaucht. Ab welchem Grad dies geschehen soll, ist individuell für die Anlage einstellbar. Solch eine Anlage besteht aus einem Sonnenfühler, der die Lichtstärke der Sonne erfasst, dem Windfühler, der die Windgeschwindigkeit misst und dem Steuergerat, das die von den Fühlern gemeldeten Daten verarbeitet und die nötigen Befehle an den Markisenantrieb weitergibt. Steuerungselemente mit Regensensorik sind ebenfalls auf dem Markt für Sonnenschutzsysteme verfügbar.
Seit einiger Zeit werden Markisen mit Heizsystemen oder eingebauten Leuchten ausgestattet. Für diese Zusatzfunktionen und/ oder das bequeme Bedienen mehrerer Markisensysteme ist nur noch eine Fernbedienung nötig.
Zu folgenden Themen und Begriffen finden Sie hier Fachinformationen:
- - Anwendungsbeispiele
- - Automatisierung von Sonnenschutzsystemen
- - Blendschutzsysteme
- - Blendung
- - Diffuse Strahlung
- - Einbaulage
- - Einsatzgebiete Sonnenschutz
- - Fenstergröße
- - Innenprodukte
- - Jalousie
- - Lamelle
- - Markise
- - Plissee
- - Reflektierte Strahlung
- - Regensichere Gewebe
- - Rollo
- - Sonnenschutz
- - Sonnenschutzsysteme
- - Sonnenschutztextilien
- - Sonnen- und Windwächter
- - Sonnenwirkungen
- - Steuerung des Lichteinfalls
- - Zusatzfunktionen
Überdachungen
Überdachungen gibt es zum Beispiel für den Wintergarten oder als Vordach: Diese spezielle Wintergarten-Beschattung kann länger herausgezogen werden als das eigentliche Dach ist. Bis zu 1,40 Meter kann diese Beschattung über das Dach hinausragen und bietet zusätzlichen Sonnenschutz, der ähnlich einer Markise ist. Weiterhin haben Sie die Möglichkeit sich ein Vordach mit Sonnensegel zu gestalten. Dies ist eine hübsche mediterrane Variante des Vordachs an Eingangstüren oder ähnlichem.
Energieeffizienz
Zum Sonnenschutz zählen alle Maßnahmen, die angewandt werden können - oder müssen - um störende oder beeinträchtigende Wirkungen der Sonne zu verhindern, zu verringern oder zu beeinflussen. Die moderne Architektur mit ihrem zunehmenden Einsatz von Glas macht einen guten Sonnenschutz immer wichtiger. Teilweise ist bereits ein funktionstüchtiger Sonnenschutz am Arbeitsplatz gesetzlich vorgeschrieben. Er soll die Überschreitung bestimmter Raumtemperaturen und unliebsame Blendwirkungen an Bildschirmarbeitsplätzen verhindern. Neben der Regulierung des Licht- und Wärmeeinflusses können Rolladen, Rollos, Jalousien, Markisen, Raffrollos, Plissee- und Lamellenvorhängen auch als Sicht- und Schallschutzschutz, Schutz vor Dieben, Dekoration, gezielt gelenkte Raumausleuchtung und als optimale Ergänzung für die Energieeinsparung genutzt werden. Die Fragen zur Energieeffiezienz von Gebäuden, besonders von Bürogebäuden, werden immer drängender, weil ab dem Januar 2006 Bürokomplexe die Europäische Energieeffiezienz- Richtlinie erfüllen müssen. Sonnenschutz ist ein wichtiger Bestandteil zur Erlangung dieser Energieeffizienz.
Anwendungsbeispiele
Wohnzimmer: Funktion: heller, repräsenttativer Raum mit hohem Behaglichkeitswert - Ausblick ins Freie bei Tag und guter Einblickschutz bei Nacht - Nutzung der Sonnenenergie zur passiven Raumaufheizung im Winter - Schutz vor übermäßiger Raumaufheizung im Sommer
Vorschläge: - außen: Außenraffstore oder Außenjalousie - innen: Gardine, Raffgardine, Faltstore mit transparentem Behang - außen: textile Abschattung (Markisolette, Fassadenmarkise) - innen: Leichtmetalljalousie oder semitransparenter, dichter oder alubedampfter textiler Behang (Vertikaljalousie, Faltstore, Raffgardine) - außen: Rolladen - innen: Vertikaljalousie, Gardine, Raffgardine, Faltsore mit transparenten Textilien
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Sonnenschutz auf dem Balkon
Auf dem Balkon wird Sicht-, Wind-, Sonnen- und Blendschutz benötigt.
Gegen zu starke Sonnen- und Windwirkungen können Markisen, Sonnensegel oder Sonnenschirme schützen. Sonnensegel werden zwischen Geländer, Decke und/ oder Wand gespannt. Die Markise wird je nach Gebrauchsanleitung montiert.
